„Feuerwerk der Blasmusik“ bringt Seebühne Mörbisch zum Klingen

Blasmusikverband feiert 60-jähriges Bestehen mit 800 Musiker:innen und einem beeindruckenden Programm

Am 23. August wird die Seebühne Mörbisch zur Bühne eines musikalischen Großereignisses: Der Burgenländische Blasmusikverband feiert sein 60-jähriges Bestehen mit einer beeindruckenden Open-Air-Veranstaltung – dem „Feuerwerk der Blasmusik“. Gemeinsam mit Partnern wie dem Burgenländischen Musikschulwerk, der Joseph-Haydn-Privathochschule und dem Österreichischen Blasmusikverband wird dieser Abend zu einem klingenden Höhepunkt im burgenländischen Kulturjahr.

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Blasmusik als kulturelle Säule des Burgenlandes

Die Seebühne Mörbisch wurde dabei nicht zufällig als Veranstaltungsort gewählt – sie steht für die internationale Strahlkraft des Burgenlandes. Das „Feuerwerk der Blasmusik“ verleiht ihr nun eine neue Facette. Rund 800 Musiker:innen zeigen in verschiedenen Formationen, wie lebendig und vielfältig Blasmusik heute ist. Aus meiner Sicht ist die Blasmusik ein fester Bestandteil unserer kulturellen Identität. Sie begleitet Menschen durch alle Lebenslagen und ist Ausdruck von Zusammenhalt, Engagement und Gemeinschaft. Veranstaltungen wie diese zeigen, wie sehr Musik das Leben bereichern kann – emotional, akustisch und visuell.

Ein musikalisches Erlebnis für alle Sinne

Peter Reichstädter, Landesobmann des Burgenländischen Blasmusikverbandes, betont: „Die Blasmusik im Burgenland ist lebendig! Sie hat Tradition und Zukunft, und die musikalische Vielfalt durch Einflüsse unserer Nachbarn und die Buntheit der Bevölkerung sowie die Identität des Burgenlandes sind Schätze, die uns als Blasmusik Burgenland geprägt haben. Musikkapellen und Gruppierungen aus allen Bezirken zeigen beim ‚Feuerwerk der Blasmusik‘ in unterschiedlichen Formationen die Geschichte unseres Landes und mehr. Das Programm beinhaltet sowohl traditionelle burgenländische Blasmusik aus der Burgenlandliste, aber auch andere zeitgemäße Facetten der Blasmusik.“

Neben traditionellen Werken stehen auch moderne Stücke, Musical-Arrangements und Marschshows auf dem Programm. Die einzigartige Naturkulisse, kulinarische Vielfalt und das besondere Open-Air-Flair machen den Abend zu einem Gesamterlebnis.

Vielfalt, Nachwuchsförderung und eine Botschaft für den Frieden

Die musikalische Bandbreite wird durch Beiträge der Jugendensembles aus allen sieben Bezirken ergänzt. Unter dem Motto „7 Bezirke – 7 Orchester – 7 Kontinente – 7 Buchstaben: FRIEDEN“ gestalten rund 400 Kinder und Jugendliche ein berührendes Programm. Am Ende des Abends werden alle gemeinsam die Europahymne spielen.

Günther Kleidosty, Landesobmann-Stellvertreter, und Hans Kausz, Landeskapellmeister, erläuterten das Programm im Detail. Besonders Kleidosty hob hervor: „Blasmusik ist modern. Blasmusik ist vielfältig. Blasmusik ist Burgenland.“

Auch eine Performance mit Schlagwerkschüler:innen sowie ein Auftritt der Militärmusik Burgenland sind vorgesehen. Der Abend beginnt mit der Olympic Fanfare, dargeboten von einer Brass Band, und führt durch ein musikalisch inszeniertes Stück zur Geschichte des burgenländischen Bläserwesens. Eine Hommage an Johann Strauss, dessen Geburtstag sich heuer zum 200. Mal jährt, rundet das vielseitige Repertoire ab.

Musik als verbindendes Element in Bildung und Gesellschaft

Für mich ist besonders wichtig, dass Musik im Burgenland als Teil der Persönlichkeitsentwicklung verstanden wird – nicht nur als künstlerischer Ausdruck, sondern auch als soziales Bindeglied. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass Musikschulen, die Joseph-Haydn-Privathochschule und Blasmusikvereine eng zusammenarbeiten. Diese vernetzte Struktur ermöglicht, dass junge Talente früh gefördert und langfristig begleitet werden – bis hin zur professionellen Bühne. Projekte wie „7 Bezirke“ zeigen eindrucksvoll, wie Musik zur Friedensbildung beiträgt und weit über das Kulturelle hinauswirkt.