Friedensbildung auf Burg Schlaining erreicht Rekordniveau

Mehr als 2.600 Schülerinnen und Schüler nahmen 2024/25 an den Friedenswochen teil – ein starkes Zeichen für demokratische Bildung, Prävention und sozialen Zusammenhalt.

Höchste Beteiligung seit Beginn

Mit 2.672 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern verzeichnen die Friedenswochen auf der Friedensburg Schlaining im Schuljahr 2024/25 die bislang höchste Beteiligung seit der Einführung des Programms im Jahr 2007. Die mehrfach ausgezeichnete Bildungsinitiative des Österreichischen Friedenszentrums (ACP) hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der schulischen Präventionsarbeit im Burgenland entwickelt.

Für mich als Bildungs- und Jugendlandesrätin ist klar: Friedensbildung ist ein wesentlicher Bestandteil sozialer Entwicklung. Schule ist weit mehr als ein Lernort – sie ist für viele Kinder und Jugendliche ein zentraler Lebensraum, in dem Werte wie Respekt, Toleranz und Gemeinschaft erlebt und gelernt werden. Gerade in einer Zeit, in der sich viele soziale Kontakte ins Digitale verlagern und Konflikte zunehmend online ausgetragen werden, ist Bewusstseinsbildung entscheidend. Durch das Angebot der Friedenswochen können wir viele Eskalationen im Vorfeld vermeiden. Ich stehe im regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen der Friedensburg und sehe, wie wichtig diese Arbeit für unsere Schulen geworden ist.

Demokratievermittlung als Zukunftsaufgabe

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont die strategische Bedeutung der Initiative:

„Der Bedarf zur Stärkung von Friedens- und Konfliktkompetenz ist so hoch wie nie, die praktische Vermittlung demokratischer Grundwerte an nachfolgende Generationen ist angesichts des weltpolitischen Geschehens wichtiger denn je. Wir haben diese Maßnahmen im Regierungsprogramm verankert und freuen uns, dass dieses Angebot mit großem Interesse von so vielen jungen Menschen angenommen wird. Die Initiativen der Friedensburg Schlaining stärken das Demokratiebewusstsein und die humanistischen Werte. Eine gesunde Friedenskultur ist Grundlage für eine erfolgreiche soziale Entwicklung.“

Friedenszentrum mit Wirkung

Die Burg Schlaining hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für Bildung, Kultur und demokratische Innovation entwickelt. Rund 7,5 Millionen Euro hat das Land Burgenland in den vergangenen Jahren in bauliche Maßnahmen und die Weiterentwicklung der Friedensburg als Veranstaltungs- und Bildungszentrum investiert. Für ACP-Direktor Tobias Lang ist das ein klares Signal:

„Diese Zahl ist für uns ein starkes Signal. Die Themen Gewaltprävention, wertschätzende Kommunikation und Teambuilding sind gerade in einer Zeit, in der Unsicherheiten wachsen und digitale Desinformation das soziale Miteinander herausfordert, aktueller denn je.“

Interaktive Workshops und „Friedenswochen mobil“

Die Friedenswochen richten sich an Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 13. Schulstufe aller Schultypen. In interaktiven Workshops werden Themen wie Mobbing, Konfliktlösung, Integration oder genderbasierte Gewalt altersgerecht aufbereitet. Auch Lehrkräfte erhalten praxisnahe Impulse für ihren Schulalltag. Besonders gefragt ist das Zusatzangebot „Friedenswochen mobil“, bei dem eigens konzipierte Workshops direkt an den Schulen durchgeführt werden – ein wichtiger Baustein, vor allem in außergewöhnlichen Zeiten.

Für das kommende Schuljahr 2025/26 sind nur noch wenige Plätze verfügbar. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Schulen.