Bund und Land im Gleichklang für mehr Gleichstellung

Frauenbericht Burgenland 2024 als gemeinsame Basis

In Neutal fand heute ein Austausch zwischen Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und der burgenländischen Landesebene zur Analyse und weiteren Umsetzung der Ergebnisse des Frauenberichts Burgenland 2024 statt. Der Bericht setzt ein starkes Zeichen für Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit und eine moderne Frauenpolitik im Burgenland – mit Wirkung weit über die Landesgrenzen hinaus.

Im Zentrum des Treffens stand das gemeinsame Ziel, die Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen weiter zu stärken. Der aktuelle Bericht liefert dafür eine fundierte wissenschaftliche Grundlage und zeigt, welche Fortschritte erzielt wurden – und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner betonte im Gespräch:

„Die Ergebnisse des Berichts zeigen deutlich, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Land ist. Es geht darum, Frauen die Rahmenbedingungen zu geben, die sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen. Bildung, faire Bezahlung und Gewaltschutz bleiben dabei unsere größten Hebel.“

Das Burgenland hat in den vergangenen Jahren gezielt Maßnahmen gesetzt, um Frauen in ihrer wirtschaftlichen, sozialen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Der Frauenbericht 2024 wurde vom Department Soziales der Hochschule Burgenland erstellt und bildet die Basis für die Weiterentwicklung der Frauenstrategie „GLEICHin die Zukunft“*. Bis 2030 werden auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen formuliert und umgesetzt.

Die Ergebnisse des Berichts spiegeln deutliche Fortschritte wider:

  • Faire Bezahlung: Mit dem burgenländischen Mindestlohn wurde ein sichtbares Zeichen für Einkommensgerechtigkeit gesetzt – eine Maßnahme, von der Frauen in besonderem Maße profitieren.
  • Bildung als Schlüssel zur Selbstbestimmung: Der Anteil der Frauen mit Hochschulabschluss liegt im Burgenland erstmals über jenem der Männer – ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung.
  • Schutz vor Gewalt: Der gezielte Ausbau von Frauenschutzunterkünften bietet mehr Sicherheit, Schutz und neue Perspektiven für Betroffene.
  • Politische Teilhabe: Noch nie zuvor wurden so viele Bürgermeisterämter im Burgenland von Frauen ausgeübt. Das stärkt Sichtbarkeit und Mitbestimmung auf Gemeindeebene.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Durch beitragsfreie Kindergärten, den kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuung und umfassende Ferienangebote liegt das Burgenland im bundesweiten Vergleich an der Spitze.
  • Unterstützung für Alleinerziehende: Maßgeschneiderte finanzielle Hilfen sowie Beratungs- und Wohnangebote stärken Frauen in herausfordernden Lebenssituationen nachhaltig.

Im Rückblick wird deutlich: Das Burgenland hat auf vielen Ebenen mutige und zukunftsweisende Schritte gesetzt. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass es weitere konsequente Maßnahmen braucht, damit Gleichstellung nicht bloß ein Versprechen bleibt, sondern im Alltag spürbar wird – in der Erwerbswelt, in der Familie, im Bildungssystem und in der politischen Mitgestaltung.