RobertaCup 2025 gestartet

Technikbegeisterung bei Mädchen weiter fördern

Mit einer Pressekonferenz wurde heute der Startschuss für den 9. RobertaCup gegeben. Der traditionsreiche Wettbewerb wird seit vielen Jahren vom Burgenländischen Schulungszentrum Neutal (BUZ) mit großem Engagement umgesetzt und durch das Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung des Landes Burgenland finanziert.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde der Stellenwert des Projekts deutlich hervorgehoben – insbesondere in Hinblick auf die gezielte Förderung von Mädchen im Bereich Technik. Der RobertaCup verfolgt das Ziel, junge Menschen spielerisch an MINT-Fächer heranzuführen und dabei langfristig Fachkräftepotenzial für Zukunftsbranchen wie Robotik und Automatisierung zu sichern. Das Projekt setzt damit ein deutliches Zeichen für eine geschlechtersensible Berufsorientierung mit Perspektive.

Das Projekt basiert auf dem vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) entwickelten Bildungsprogramm „Roberta – Lernen mit Robotern“. Es motiviert besonders Mädchen dazu, technische und handwerkliche Berufe bei ihrer Ausbildungswahl in Betracht zu ziehen. Spielerisch und praxisnah lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit moderner Technologie und entwickeln dabei wichtige Kompetenzen in den Bereichen Programmierung, Elektronik, Mechanik und Softwareentwicklung.

MINT-Region Mittelburgenland im Fokus

Der Wettbewerb ist eingebettet in das MINT-Projekt Mittelburgenland, eine Bildungsinitiative, die Kindergärten, Schulen, Ausbildungsstätten und Unternehmen vernetzt. Ziel ist es, die Region zu einem aktiven Zentrum für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Robotik und Automatisierung – zwei zukunftsweisenden Feldern, die zunehmend an Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt gewinnen.

Wettbewerbsablauf

Der erste Workshop startet am 10. September 2025 in der Mittelschule Güssing. Dort steigen die teilnehmenden Teams in die Welt der Robotik ein – vom Zusammenbau über die Programmierung bis hin zu ersten praktischen Tests ihrer Roboter. In mehreren Etappen arbeiten die Schüler:innen an verschiedenen Aufgabenstellungen, die sie schließlich im großen Landesfinale unter Beweis stellen können.

Die Wettbewerbsaufgaben sind realitätsnah konzipiert: Roboter müssen Parcours absolvieren, praktische Problemstellungen lösen oder Anwendungen aus der Industrie simulieren. Dabei werden neben technischen Kenntnissen auch Teamarbeit, Kreativität und Problemlösungskompetenz gefördert – Fähigkeiten, die für moderne Berufsbilder unverzichtbar sind.

Langjähriger Erfahrungsträger im Burgenland

Das BUZ Neutal ist seit 2006 offizielles RobertaRegioZentrum und damit anerkannter Partner in der Vermittlung technischer Kompetenzen an Schulen. Seitdem wurden zahlreiche Workshops, Schulungen und Wettbewerbe umgesetzt, mit Fokus auf nachhaltige Bildungsarbeit und praxisorientierte Berufsorientierung.

Technik als Zukunftschance sichtbar machen

Gerade für die berufliche Zukunft junger Menschen spielt der frühzeitige Kontakt mit Technologie eine entscheidende Rolle. Im Burgenland wird deshalb gezielt darauf gesetzt, Projekte wie den RobertaCup zu nutzen, um Technikbegeisterung zu wecken und Selbstvertrauen zu stärken. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie technische Bildung geschlechtergerecht, zukunftsorientiert und mit hoher pädagogischer Qualität gestaltet werden kann.