Equal Pay Day 2025

Burgenland setzt weiterhin auf gerechte Chancen und faire Entlohnung

Am 6. November ist heuer im Burgenland Equal Pay Day – jener symbolische Tag, bis zu dem Frauen, hochgerechnet auf das Kalenderjahr, im Vergleich zu Männern unbezahlt arbeiten würden. Mit einer durchschnittlichen Einkommenslücke von rund 15 Prozent zwischen Männern und Frauen liegt das Burgenland österreichweit hinter Wien auf Platz zwei und damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Dieser Vergleich zeigt, dass die burgenländischen Maßnahmen zur Gleichstellung bereits Wirkung zeigen und auf einem guten Weg sind.

Der Equal Pay Day lenkt jedes Jahr den Blick auf die nach wie vor bestehende Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern. Im Burgenland wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um faire Chancen in Ausbildung, Beruf und Karriere zu schaffen – und dieser Weg wird konsequent fortgesetzt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht.

Ein starkes Zeichen für gerechte Bezahlung setzt auch der burgenländische Mindestlohn, den Landeshauptmann Hans Peter Doskozil initiiert und umgesetzt hat. Davon profitieren überproportional viele Frauen – insbesondere im Pflegebereich, bei Pflegeeltern, im Kindergarten oder unter Landesbediensteten in niedrigeren Gehaltsstufen.

Burgenland als Vorreiter für Gleichstellung

Neben dem Mindestlohn setzt das Burgenland auch strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die flächendeckende, beitragsfreie Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr – vom Kindergarten bis zur ganztägigen Schulform – schafft eine wichtige Grundlage dafür, dass Frauen leichter erwerbstätig sein können. Ergänzend dazu bieten landesweite Ferienprogramme und ganztägige Betreuungsangebote eine wertvolle Entlastung für Familien.

Gezielte Förderprogramme wie „Frauen in die Technik“ oder „Frauen.Hand.Werk“ öffnen Frauen neue berufliche Wege in technischen und handwerklichen Berufen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. So werden Mädchen und Frauen aktiv ermutigt, neue berufliche Perspektiven in zukunftsträchtigen Branchen zu ergreifen.

Auch als Arbeitgeber übernimmt das Land Burgenland Verantwortung: durch ein familienfreundliches Arbeitsumfeld, klare Antidiskriminierungsrichtlinien, strukturiertes Karenzmanagement und flexible Arbeitszeitmodelle wird Gleichstellung im öffentlichen Dienst konkret gelebt.

Lohntransparenz und Sensibilisierung in der Wirtschaft

Gleichstellung am Arbeitsmarkt braucht starke Partner. Gemeinsam mit Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, AMS und Sozialpartnern setzt das Land auf Sensibilisierung in Unternehmen, gezielte Frauenförderung und die Schaffung fairer Lohnstrukturen. Bildung, Aufklärung und Transparenz sind dabei zentrale Hebel.

Das Burgenland zeigt damit einmal mehr, dass Gleichstellungspolitik nicht bei Schlagworten stehen bleibt – sondern im Alltag ankommt und Wirkung entfaltet. Wo Frauen gut ausgebildet, gut beschäftigt und fair bezahlt sind, profitieren nicht nur sie selbst, sondern die gesamte Gesellschaft und die regionale Wirtschaft.