Erfolgreicher Start für Bildungsregionen Nord und Süd
Regionale Struktur sorgt für bedarfsgerechte Bildungslandschaft im ganzen Land
Das Burgenland ist ein langgestrecktes Bundesland – diese geografische Besonderheit stellt die Gestaltung einer flächendeckend hochwertigen Bildungsstruktur vor besondere Herausforderungen. Um allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Wohnregion die besten Rahmenbedingungen bieten zu können, setzt das Land Burgenland einen neuen, zukunftsweisenden Schritt: Seit Anfang September ist die Schullandschaft in die Bildungsregionen Nord und Süd gegliedert. In diesen beiden Regionen können künftig gezielt jene Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den demografischen und strukturellen Entwicklungen in den jeweiligen Landesteilen Rechnung tragen.

Gemeinsam mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bildungsdirektor Alfred Lehner konnte ich kürzlich die beiden neuen Leitungen der Bildungsregionen willkommen heißen: Franz Bock wird künftig für die Bildungsregion Nord verantwortlich zeichnen, Karin Wagner übernimmt die Bildungsregion Süd. Die Entscheidung, das Bildungssystem in zwei regionale Einheiten zu gliedern, basiert auf dem klaren Ziel, jedem Kind im Burgenland – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Wohnort – die gleichen Chancen auf hochwertige Bildung zu ermöglichen. Mit einer strukturellen Weiterentwicklung in Form der Bildungsregionen wird es gelingen, individuelle Förderung noch treffsicherer und regional besser abgestimmt umzusetzen.
Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen verläuft im Burgenland sehr unterschiedlich – während in manchen Regionen die Schülerzahlen steigen, sinken sie in anderen. Die neue Struktur erlaubt es, diese Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Bildungsangebote zielgerichtet weiterzuentwickeln. So können Synergien genutzt, Doppelgleisigkeiten vermieden und gleichzeitig sichergestellt werden, dass jedes Kind – ob im nördlichsten oder südlichsten Teil des Landes – unter vergleichbaren Bedingungen lernen kann.
Auch Bildungsdirektor Alfred Lehner sieht in der neuen Struktur einen wichtigen Meilenstein:
„Mit der Einführung der zwei Bildungsregionen setzen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer noch stärkeren Regionalisierung und damit zu mehr Nähe zu den einzelnen Schulen. Unsere Aufgabe ist es, optimale Rahmenbedingungen für Lernen und Lehren zu schaffen. Durch die neue Struktur können wir die Bedürfnisse der Regionen gezielter berücksichtigen, rascher unterstützen und Entwicklungen vor Ort bestmöglich begleiten.“
Mehr Nähe, mehr Austausch, mehr Qualität
Die Bildungsregionen bilden künftig organisatorische Einheiten, die näher an den Schulstandorten angesiedelt sind. Sie greifen regionale Besonderheiten auf, verkürzen Verwaltungswege, schaffen Raum für Zusammenarbeit, fördern gemeinsame Projekte und stärken die Kooperation mit Gemeinden sowie anderen Partnerinstitutionen. Die Schulaufsicht wird durch die neue Struktur entlastet und kann sich so noch intensiver den konkreten Bedürfnissen einzelner Schulen widmen.
Zwei erfahrene Persönlichkeiten an der Spitze
Mit Franz Bock und Karin Wagner konnten zwei ausgewiesene Persönlichkeiten mit umfassender schulorganisatorischer Erfahrung für die Leitung der Bildungsregionen gewonnen werden.
Franz Bock war seit 2021 als Schulqualitätsmanager (SQM) in der Bildungsdirektion Burgenland tätig und betreute die Bezirke Eisenstadt, Eisenstadt-Umgebung und Rust. Zuvor unterrichtete er Mathematik am BG/BRG Neusiedl am See.
„Um den Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Ausbildung und in späterer Folge die Ausübung eines Berufs in der Region zu ermöglichen, gilt es die regionalen Bedürfnisse und Gegebenheiten zu berücksichtigen und die Schulautonomie entsprechend zu nutzen. Es ist mein Bestreben, dass die Bildungsregion Nord durch hohe Qualität der Bildungsangebote, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit und Innovation überzeugt.“
Karin Wagner, zuvor Leiterin der HLW Pinkafeld und langjährige Lehrerin für Deutsch und Geschichte, übernimmt die Bildungsregion Süd.
„Die Region des Südburgenlandes hat eine andere Entwicklung als der Norden und dem muss auch im Bereich der Bildung Rechnung getragen werden. Das Ziel ist gute Bildung. Dies umfasst mehr als nur Wissensvermittlung. Kinder und Jugendliche sollen im Bildungssystem Chancengleichheit und Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Sie sollen zu kritischem Denken und verantwortungsbewusstem Handeln in einer globalen Welt befähigt werden.“
Mit der Einführung der Bildungsregionen wird ein zentraler Auftrag erfüllt: Moderne, gerechte und flächendeckend wirksame Bildung im ganzen Burgenland – nahe an den Menschen und ihren Bedürfnissen.