„plus“-Unterrichtsprogramm

Lebenskompetenzen als Grundlage für Gesundheit und Prävention

Am Mittwoch wurden 13 Lehrkräfte der Mittelschule Gols für ihre Teilnahme am Unterrichtsprogramm „plus“ im Rahmen eines Festakts mit Zertifikaten ausgezeichnet. Bildungslandesrätin Daniela Winkler würdigte das Engagement des gesamten Kollegiums: „Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen starke Lebenskompetenzen, um Herausforderungen begegnen zu können und gesund aufzuwachsen. Das Programm plus leistet dazu einen bedeutenden Beitrag – es stärkt soziale Fähigkeiten, verhindert Gewalt- und Suchtentwicklung und fördert ein respektvolles Miteinander in der Schule. Ich danke den engagierten Pädagoginnen und Pädagogen der Mittelschule Gols, die sich über Jahre hinweg weitergebildet und das Programm konsequent umgesetzt haben. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig Präventionsarbeit ist, denn jede Investition in unsere Kinder ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes.“

Zweite Zertifizierungsrunde in Gols erfolgreich abgeschlossen

Insgesamt haben damit bereits 30 Lehrkräfte der Mittelschule Gols das „plus“-Programm absolviert – die Schule zählt damit zu den Vorreitern im Burgenland, wenn es um systematische Sucht-, Gewalt- und Suizidprävention geht. Das Unterrichtsprogramm basiert auf dem sogenannten Lebenskompetenzansatz, der junge Menschen befähigt, selbstwirksam und gesund durchs Leben zu gehen. Die Umsetzung erfolgt durch die Fachstelle Suchtprävention Burgenland der Sozialen Dienste Burgenland GmbH (SDB) – einer Tochtergesellschaft der Landesholding Burgenland – und wird von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) finanziert.

Wissenschaftlich fundiert, mehrfach ausgezeichnet

Das Programm „plus“ wurde von der Universität Innsbruck evaluiert und mit dem Linzer Gesundheitspreis ausgezeichnet. Über einen Zeitraum von vier Jahren nehmen Lehrkräfte an Fortbildungseinheiten teil, erhalten umfassendes Unterrichtsmaterial und integrieren die Inhalte schrittweise in den Unterricht. Die Schwerpunkte reichen vom Umgang mit Stress, Kommunikation und Empathie bis zu Konfliktlösung und Selbstwert.

Eva Maria Schefberger-Knoll, Projektleiterin von plus, betont die Wirkung des Konzepts: „‘plus‘ stärkt die Beziehung zwischen Lehrkräften und den Kindern und Jugendlichen und fördert die Klassengemeinschaft. Die Stärkung der Lebenskompetenzen fördert das Wohlbefinden, das Klassenklima, die Lernmotivation und die Gesundheit. Dieser Ansatz ist aktuell die erfolgreichste Methode in der Gewalt-, Suizid- und Suchtprävention.“

Derzeit befinden sich burgenlandweit 142 Lehrkräfte in Ausbildung im Rahmen des „plus“-Programms.

ÖGK ermöglicht Umsetzung im Schulalltag

Das schulische Umfeld spielt eine zentrale Rolle für die körperliche, psychische und soziale Gesundheit aller Beteiligten. Daher unterstützt die ÖGK das Programm finanziell.

Sabine De Martin de Gobbo, Vorsitzende des Landestellenausschusses der ÖGK: „Dass sich in der Mittelschule Gols das gesamte Kollegium dem Projekt ‚plus‘ verschrieben hat und es an der Schule umsetzt, zeigt die Bedeutung dieses Programms – und dazu kann man nur gratulieren. Es freut uns als Fördergeberin, plus im Burgenland zu ermöglichen und damit ein nachhaltiges Zeichen für Prävention und Gesundheitsförderung zu setzen.“