Gemeinsam gegen Gewalt: Warum wir im Burgenland Flagge zeigen
Es ist ein Moment, der mich jedes Jahr aufs Neue tief bewegt und zugleich entschlossen stimmt: Wenn wir vor dem Landhaus-Alt in Eisenstadt die Flagge gegen Gewalt an Frauen hissen, tun wir das nicht nur als symbolischen Akt. Wir tun es für jede einzelne Frau und jedes Mädchen in unserem Heimatland, das Schutz und Unterstützung braucht.

Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden weltweit die „16 Tage gegen Gewalt“ statt. Auch wir im Burgenland beteiligen sich wieder aktiv an dieser internationalen Kampagne. Für mich ist klar: Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Randthema, sondern ein massiver Angriff auf die Menschenrechte. Mit dem Hissen der Flagge machen wir unmissverständlich deutlich: Diese Form der Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Ein starkes Netzwerk für die Sicherheit im Burgenland
Den offiziellen Startschuss für die diesjährige Kampagne habe ich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolizeidirektion Burgenland sowie des Frauenhauses Burgenland gegeben. Diese enge Zusammenarbeit ist entscheidend.
Die Aktion ist eingebettet in ein engmaschiges Netz an Maßnahmen, die wir im Burgenland stetig ausbauen. Die internationale Kampagne, die bereits seit 1991 existiert, erinnert uns daran, dass das Recht auf ein Leben ohne Gewalt universell ist. Zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und dem Tag der Menschenrechte rücken wir dieses Thema ganz bewusst in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Schutz und Prävention für Frauen und Kinder
Leider ist das Thema Gewalt auch bei uns im Burgenland nach wie vor hochaktuell. Täglich setzen sich unsere Landespolizei, das Gewaltschutzzentrum, diverse Beratungsstellen und Einrichtungen wie das Frauenhaus dafür ein, Betroffene zu schützen.
Mir ist es ein Herzensanliegen, die Verantwortung aller gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure hervorzuheben. Wir müssen Gewalt in all ihren Erscheinungsformen – ob körperlich, psychisch oder ökonomisch – entschieden entgegentreten.
Prävention, Sensibilisierung, Beratung und konkreter Schutz gehören für mich untrennbar zusammen. Nur wenn wir gemeinsam handeln und aufeinander schauen, schaffen wir ein Burgenland, in dem Frauen und Mädchen in Sicherheit und Freiheit leben können.

