Demografischer Wandel

Warum Weiterbildung im Burgenland jetzt wichtiger ist als je zuvor

Bildung ist für mich kein statischer Zustand, den man einmal erreicht und dann besitzt. Es ist ein lebenslanger, dynamischer Prozess. Besonders in einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt so rasant verändern, wird die Erwachsenenbildung zu einem entscheidenden Ankerpunkt.

Kürzlich durfte ich gemeinsam mit der Burgenländischen Konferenz der Erwachsenenbildung (BuKEB) den jährlichen Tag der Weiterbildung im WIFI Eisenstadt eröffnen. Gemeinsam mit Gastgeber Thomas Jestl und der BuKEB-Vorsitzenden Christine Teuschler haben wir ein Thema in den Fokus gerückt, das uns alle betrifft: den demografischen Wandel.

Herausforderungen des demografischen Wandels im Burgenland

Der Wandel unserer Alters- und Gesellschaftsstruktur stellt uns vor große Aufgaben. Er beeinflusst nicht nur unser privates Zusammenleben, sondern massiv auch den burgenländischen Arbeitsmarkt. Unternehmen, die Politik und die Bildungsinstitutionen müssen hier Hand in Hand gehen, um zukunftsfähige Lösungen zu finden.

Mir ist besonders wichtig zu betonen: Der demografische Wandel fordert uns heraus, bietet aber auch Chancen. Die Erwachsenenbildung ist hier der Schlüssel. Sie ermöglicht:

  • Die gezielte Fort- und Weiterbildung für neue Anforderungen.
  • Eine berufliche Neuausrichtung durch einen Quereinstieg.
  • Einen reibungslosen Wiedereinstieg in das Berufsleben.

Ich bin überzeugt, dass wir diese Herausforderungen nur durch enge Zusammenarbeit und Vernetzung meistern können. Genau diesen Raum für Austausch bietet der Tag der Weiterbildung.

Gemeinsam an Lösungen für unsere Region arbeiten

Im Rahmen der diesjährigen Fachtagung haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die burgenländische Erwachsenenbildung auf die veränderte Altersstruktur reagieren kann. Dabei haben wir nicht nur auf die nackten Zahlen geschaut, sondern auch die verschiedenen Generationen und sozialen Milieus unter die Lupe genommen.

Besonders wertvoll war die Arbeit in den Workshops. Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt mit Expertinnen in den Dialog treten. Mit dabei waren Julia Bock-Schappelwein vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), die Kommunikationsberaterin Sandra Torres-Schabauer und Alexandra Mossakowski vom INTEGRAL Markt- und Meinungsforschungsinstitut.

Es ging vor allem darum, ganz konkrete Lösungsansätze für die aktuellen Probleme am Arbeitsmarkt zu entwickeln. Wir müssen wissen, wen wir wie ansprechen, damit unsere Bildungsangebote auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Mein Fazit für die Zukunft der Bildung

Wir im Burgenland sind bereit, innovative Wege zu gehen. Die Vernetzung zwischen Expertinnen, Institutionen und der Politik ist die Basis dafür, dass wir auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort bleiben.

Bildung bleibt die wichtigste Ressource, die wir haben – und ich werde mich weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen, dass jeder Burgenländer und jede Burgenländerin die passenden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung vorfindet.