Projekt EvA: Gemeinsam gegen Frauenarmut im Burgenland
Frauenarmut ist kein Randthema, sondern eine reale Herausforderung für viele Burgenländerinnen. Als Frauenlandesrätin ist es mir ein Herzensanliegen, hier nicht wegzusehen, sondern aktiv zu handeln. Mit dem Projekt „EvA – Einkommen verbessern und Arbeit fördern“ setzen wir gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds ein starkes Zeichen für soziale Gerechtigkeit in unserem Land.

Ein niederschwelliger Anker für Frauen in Not
Das Projekt EvA ist im September 2024 gestartet. Es bietet Frauen im Burgenland, die von Armut bedroht oder betroffen sind, unbürokratische Unterstützung. Mir ist besonders wichtig, dass diese Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Die praktische Umsetzung übernimmt die itworks Personalservice & Beratung gemeinnützige GmbH.
Die gezielte Stärkung von Frauen im Berufsleben ist für mich ein zentrales Thema. Es geht nicht nur um finanzielle Sicherheit, sondern um die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung jeder einzelnen Frau. Mit EvA bieten wir konkrete Perspektiven, die wirklich wirken.
So funktioniert die Unterstützung im gesamten Burgenland
Armut ist oft stark schambehaftet. Umso wichtiger ist es mir, die Hürden so niedrig wie möglich zu halten. Wir holen die Frauen dort ab, wo sie stehen. Der Zugang zum Projekt erfolgt über ein dichtes Netzwerk im Burgenland:
- Bezirkshauptmannschaften und Gemeinden
- Frauenhäuser und Beratungsstellen
- Sozialmärkte und AMS-Projekte
- Soziale Medien und Online-Terminbuchungen
Individuelle Begleitung statt Einheitslösungen
Jede Lebenssituation ist einzigartig. Deshalb bietet EvA im gesamten Burgenland individuelle Einzelberatungen vor Ort an. Wir analysieren gemeinsam die persönliche Situation und die vorhandenen Stärken.
Daraus erarbeiten wir einen nachhaltigen Ausstiegsplan aus der Armut. Meine Beraterinnen begleiten die Teilnehmerinnen bei Amtswegen, unterstützen bei Förderansuchen oder helfen bei Themen wie Wohnen, Schulden und Kinderbetreuung. Auch die berufliche Neuorientierung und die Suche nach Qualifizierungen sind zentrale Bausteine.
Erste Erfolge: Zahlen, die Mut machen
Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutlich, dass unser Weg richtig ist. Bisher konnten bereits 58 Frauen in das Projekt aufgenommen werden. Besonders freut mich, dass 19 dieser Teilnehmerinnen bereits eine Qualifizierung abgeschlossen oder einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben. Diese Erfolge beweisen, dass Vertrauen und individuelle Begleitung der Schlüssel zum Erfolg sind.
Warum wir EvA im Burgenland brauchen
Die Ursachen für Frauenarmut sind vielfältig. Oft führen Trennungen, psychische Belastungen, schwere Erkrankungen oder die Pflege von Angehörigen in eine finanzielle Abwärtsspirale. In solchen Ausnahmesituationen brauchen Frauen eine helfende Hand, um den Weg zu bestehenden Hilfsangeboten zu finden.
EvA schließt eine wichtige Lücke in der burgenländischen Armutsbekämpfung. Es zeigt eindrucksvoll, wie wirkungsvoll Vernetzung und persönliche Begleitung in schwierigen Lebenslagen sein können. Wir lassen die Frauen im Burgenland nicht allein.