Frauen in die Technik: Mein Besuch beim FIT-Infotag in der HTL Pinkafeld
Technik prägt unseren Alltag und gestaltet unsere gemeinsame Zukunft. Für mich steht fest: Es darf keine Rolle spielen, welches Geschlecht für diese Entwicklungen verantwortlich ist. Wir brauchen Frauen in technischen Berufen genauso selbstverständlich wie Männer.
In Pinkafeld konnte ich mir kürzlich selbst ein Bild davon machen, wie viel Potenzial in unseren burgenländischen Schülerinnen steckt. Beim FIT-Infotag an der HTL Pinkafeld haben rund 100 Mädchen die Chance genutzt, in die Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) einzutauchen.

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Talente entdecken und selbstbewusst Wege gehen
Mit der Initiative „FIT – Frauen in Technik“ setzen wir im Burgenland ein starkes Zeichen. Mir ist es ein Herzensanliegen, dass Mädchen ihre Talente in technischen Bereichen frühzeitig entdecken und mutig ihren eigenen Weg gehen. Es war beeindruckend zu sehen, wie intensiv die Teilnehmerinnen über Ausbildungsmöglichkeiten und die Chancen technischer Berufe diskutiert haben.
Das Programm „FIT sprungbrett“ unterstützt junge Frauen an höheren Schulen bei der Studienorientierung. Aniko Benkö, Geschäftsführerin der IV Burgenland, erklärt dazu:
„Die rasante Entwicklung in den Bereichen Digitalisierung und Technologie bietet jungen Frauen jede Menge neue Möglichkeiten im MINT-Sektor. Es ist wichtig, schon früh über diese vielfältigen Perspektiven und Chancen Bescheid zu wissen, die eine Ausbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bietet, um eine informierte Berufsentscheidung treffen zu können. Die Industrie braucht kreative Köpfe und engagierte Talente – unabhängig vom Geschlecht.“
Vorbilder zum Anfassen: Expertinnen berichten
Ein Highlight in Pinkafeld war der Austausch mit echten Expertinnen. Frauen wie Esma Atak (STRABAG), Caroline Biribauer (Metallbau Biribauer), Katharina Filler (Wiener Gesundheitsverbund), Nora Kirchknopf (Hochschule Burgenland) und Winzerin Heidi Schröck haben aus ihrem Berufsalltag erzählt. Solche Vorbilder sind unersetzlich, um jungen Frauen zu zeigen: Eine Karriere im MINT-Bereich ist absolut greifbar.
An den Messeständen vom Land Burgenland, der Hochschule Burgenland und der STRABAG AG konnten sich die Schülerinnen umfassend informieren. Besonders spannend fand ich den Workshop von Esma Atak, der aufzeigte, wie Künstliche Intelligenz leider oft noch Geschlechterstereotype verstärkt – ein wichtiges Thema für die Zukunft.
MINT als Sprungbrett für das Burgenland
Gerade hier in Pinkafeld sehen wir, wie wichtig qualifizierte Fachkräfte für unsere Region sind. Es geht dabei nicht nur um die individuellen Chancen für jede einzelne Frau, sondern um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unseres gesamten Bundeslandes.
Vielfalt ist für mich kein bloßes Schlagwort, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Frauen bringen oft neue Perspektiven und andere Zugänge in technische Berufe ein. Wilfried Lercher, Direktor der HTL Pinkafeld, betont die gesellschaftliche Relevanz:
„Als technische Schule sehen wir es als zentrale Aufgabe, junge Frauen für Technik zu begeistern – nicht nur, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch, weil vielfältige Teams nachweislich innovativer und erfolgreicher sind. Bildung ist der Schlüssel zu Chancengleichheit, finanzieller Unabhängigkeit und einer gerechteren Zukunft.“
Mein Appell: Traut Euch!
Technik ist kein Bereich, der nur Männern vorbehalten ist. Es sind Zukunftsberufe, die gerade Frauen enorme Möglichkeiten bieten. Die Zukunft steht euch offen, und wir als Land Burgenland unterstützen euch gezielt dabei, diese Wege einzuschlagen.
Auch Verena Kovacs, FIT-Leiterin, bringt es auf den Punkt:
„In MINT-Berufen wird die Zukunft gestaltet. Und wir wollen, dass Mädchen* und junge Frauen* die Zukunft mitgestalten können. Viele junge Frauen und TIN*-Personen wissen gar nicht, was es im MINT-Bereich alles für Möglichkeiten gibt. Nicht, weil es ihnen an Interesse oder dem Können fehlt, sondern weil ihnen viel zu selten gesagt wird: Hier ist Platz für dich, es gibt viel zu entdecken, probier‘s mal aus.“
Dem kann ich mich nur anschließen: Entdeckt eure Stärken und gestaltet das Burgenland von morgen mit!














