Gleichstellung ist ein Grundrecht: Mein Einsatz für die Frauen im Burgenland

Der Weltfrauentag ist für mich weit mehr als nur ein symbolisches Datum im Kalender. Frauenpolitik ist kein Thema für einen einzelnen Tag im Jahr, sondern mein täglicher Auftrag für faire und gerechte Strukturen in unserer Heimat.

Ich möchte, dass wir im Burgenland konsequent den Weg der echten Gleichberechtigung weitergehen – vom Gehalts-Check über die Digital-Offensive bis hin zum lückenlosen Gewaltschutz.

Faire Chancen: Einkommensschere schließen und Bildung fördern

Ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit liegt darauf, die Einkommensschere endlich zu schließen. Finanzielle Unabhängigkeit ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben. Deshalb schaffen wir gezielte Rahmenbedingungen und bieten das nötige Rüstzeug für finanzielle Angelegenheiten an.

In Neusiedl am See unterstützt die Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ Frauen mit speziellen Trainings für Gehaltsverhandlungen. Mein Ziel ist klar: Frauen sollen das Einkommen erreichen, das sie verdienen.

Digitalisierung und Technik für Frauen und Mädchen

Um Unternehmerinnen im Burgenland zu stärken, starten wir im April gemeinsam mit der WK Burgenland/WIFI eine fünfteilige Digitalisierungsoffensive. Auch die nächste Generation liegt mir am Herzen: Mit dem Forscherinnentag im April eröffnen wir Mädchen Chancen in technischen Berufen. Dass dieser Tag bereits restlos ausgebucht ist, zeigt mir, wie groß das Interesse und das Potenzial unserer jungen Burgenländerinnen ist.

Gewaltschutz im Burgenland: Keine Kompromisse bei der Sicherheit

Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis, bei dem ich keine Kompromisse dulde. Jede Frau hat das Recht auf ein gewaltfreies und sicheres Leben. Aktuell verfügen wir im Burgenland über vier Übergangswohnungen für Frauen in Not.

Dass diese Wohnungen derzeit voll belegt sind, führt mir deutlich vor Augen: Wir dürfen hier keine Sekunde nachlassen. Flankierend dazu setzen wir mit dem Projekt „StoP“ (Stadtteile ohne Partnergewalt) auf verstärkte Sensibilisierung im öffentlichen Raum, um Gewalt dort zu bekämpfen, wo sie entsteht.

Frauengesundheit: Der Fokus auf die weibliche Anatomie

Gesundheit steht auf der Liste unserer Bedürfnisse ganz oben. In enger Kooperation mit der Krebshilfe Burgenland setzen wir auf nachhaltige Aufklärung und niederschwellige Impfangebote.

Ein Thema liegt mir dabei besonders am Herzen: Die medizinische Forschung ist noch immer stark auf die männliche Anatomie ausgerichtet. Doch diverse Symptome zeigen sich bei Frauen oft völlig anders. Ich bin überzeugt: Wenn wir den Fokus gezielt auf die Frau richten, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Frauengesundheit im Burgenland.

Mehr Frauen in die Politik: Ein steter Aufwärtstrend

Damit Frauenthemen dort platziert werden, wo Entscheidungen fallen, brauchen wir mehr Frauen in der Politik. Hier verzeichnen wir im Burgenland einen erfreulichen Trend: Der Anteil der Bürgermeisterinnen ist seit 2021 von 7 % auf fast 10 % gestiegen, bei den Vizebürgermeisterinnen liegen wir aktuell bei über 21 %.

Um diese Entwicklung abzusichern, starten wir in Kürze einen neuen Lehrgang für Kommunalpolitikerinnen im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2027.

Vorbild Landesdienst: Frauen in Führungspositionen

Dass Quoten wirken, beweisen wir intern im Landesdienst. In unseren Bezirkshauptmannschaften sind bereits 53,06 % der Referatsleitungen weiblich besetzt, im Amt der Burgenländischen Landesregierung sind es über 52 %. Wir beweisen damit jeden Tag: Frauen in Führungspositionen sind bei uns Normalität.

Auszeichnungen und 25 Jahre Frauenreferat

Ein starkes sichtbares Zeichen für herausragende Verdienste ist die Verleihung des Rosa Jochmann-Frauenpreises, die wir am 9. März mit dem Schwerpunkt Bildung feiern. Zudem begehen wir heuer ein besonderes Jubiläum: Das Frauenreferat wurde am 8. März 2001 gegründet. Seit einem Vierteljahrhundert leisten wir hier konsequente Arbeit für alle Burgenländerinnen.

Damit Frauen den Stellenwert erfahren, den sie sich täglich hart erarbeiten, braucht es ein Umdenken und das Aufbrechen alter Stereotype. Frauen sind keine Maschinen, die rund um die Uhr funktionieren müssen. Ich wünsche mir, dass jede Frau auch den Mut findet, Zeit für sich selbst zu beanspruchen.