Ein Geschenk für die Musikwelt: Josef Pratl wird Ehrenmitglied der Joseph Haydn Privathochschule
Ein Geschenk für die Musikwelt
Es war mir eine große Freude, am Dienstag in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an einem ganz besonderen Festakt teilzunehmen. Der Eisenstädter Josef Pratl wurde feierlich zum Ehrenmitglied der Joseph Haydn Privathochschule Burgenland ernannt. Als einer der profiliertesten Haydn-Forscher Österreichs ist er eine zentrale Figur der musikhistorischen Wissenschaft in unserem Heimatland. Sein Name bleibt für immer untrennbar mit der Erforschung des burgenländischen Kulturerbes und der Dokumentation von Joseph Haydns Wirken verbunden.

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Akribische Forschungsarbeit für das Burgenland
In jahrelanger, akribischer Archivarbeit hat Josef Pratl Großartiges geleistet. Er erfasste mehr als 21.000 der relevantesten Schriftstücke zu Joseph Haydn und seiner Hofkapelle.
Über Jahrzehnte hinweg hat Josef Pratl in den Archiven und in den verborgenen Winkeln der Musikgeschichte von Forchtenstein bis Budapest Interessantes zu Joseph Haydn zutage gebracht. Mit dieser intensiven Forschungsarbeit hat er ein entscheidendes Fundament für die heutige Haydn-Forschung geschaffen. Er hat die Geschichte Joseph Haydns und unseres Landes für künftige Generationen dokumentiert und lebendig gehalten. Damit hat er besondere Maßstäbe gesetzt. Sein Wirken ist für das Burgenland, für den Standort der Joseph Haydn Privathochschule, für die Freunde und Bewunderer der Musik von Joseph Haydn und die gesamte Musikwelt ein Geschenk von unschätzbarem Wert.
Einzigartige Dokumente der Musikgeschichte
Der 1928 geborene Historiker ist einer der produktivsten Autoren der renommierten Eisenstädter Haydn-Berichte. Dies ist die musikwissenschaftliche Publikationsreihe der Internationalen Joseph Haydn Privatstiftung Eisenstadt.
Sein wichtigster Einzelbeitrag erschien im Jahr 2009 als Band 7 unter dem Titel „Acta Forchtensteiniana“. Die Musikdokumente im Esterházy-Archiv auf Burg Forchtenstein“ sowie die Dokumente über die Hofmusik im fürstlich esterházyschen Archiv behandeln den gesamten Zeitraum vom Beginn der Chormusik im Jahr 1673 bis zur endgültigen Auflösung der Kapelle im Jahr 1877. Während dieser mehrjährigen Forschungsarbeit auf Burg Forchtenstein wurde versucht, alle wesentlichen Dokumente aus dem esterházyschen Wirtschaftsarchiv über die fürstliche Hofmusik systematisch zu erfassen.
Im Jahr 2017 folgte schließlich Band 10 der Eisenstädter Haydn-Berichte. Dieser Band stellt die derzeit umfassendste Quellenedition musikgeschichtlicher Dokumente zu den Fürsten Esterházy allgemein und Joseph Haydn im Besonderen dar. Er umfasst ebenfalls die gesamte Bestandsdauer der esterházyschen Chor- und Kammermusik von 1673 bis 1877.
Höchste Anerkennung der Joseph Haydn Privathochschule
Auch die Leitung der Hochschule fand an diesem Festtag würdigende Worte für den Geehrten. JHP-Rektor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Michael Gerbavsits hoben die Bedeutung seiner Arbeit hervor.
Das Burgenland ist stolz auf diese herausragende Persönlichkeit und gratuliert Josef Pratl von ganzem Herzen zur Ehrenmitgliedschaft!



