Begeisterung für Technik: 269 Schülerinnen beim 9. RobertaCup im Burgenland
Mit dem Landesfinale im Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) in Neutal hat der neunte RobertaCup in diesem Schuljahr seinen erfolgreichen Abschluss gefunden. Insgesamt 269 Schülerinnen aus 17 burgenländischen Mittelschulen haben im Schuljahr 2025/26 an Österreichs größtem Robotik-Wettbewerb für Mädchen teilgenommen.
Seit dem offiziellen Projektstart am 10. September 2025 in der Mittelschule Güssing beschäftigten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit Robotik, Programmierung und technischen Problemstellungen.
Ein innovatives Bildungsprojekt für junge Frauen
Der RobertaCup ist für mich ein herausragendes Projekt und weit mehr als ein technischer Workshop. Das ist ein innovatives Bildungsprojekt, das junge Menschen, insbesondere Mädchen, ermutigt, Technik nicht nur zu verstehen, sondern auch zu gestalten. Genau das brauchen wir in einer Welt, die sich immer schneller digitalisiert und technisiert. Und wir brauchen Mädchen, die mit Neugier, Intelligenz und Selbstbewusstsein in Bereiche vordringen, die früher oft als „Männerdomänen“ galten, sei es in der Robotik, Informatik, Technik oder Mechanik.
Der RobertaCup zeigt: Mädchen können das. Und sie tun es mit Begeisterung und hoher Kompetenz. Die Mädchen aller Teams haben eine gesunde Einstellung zu aktuellen Themen und sie nützen die Vorteile der Technik speziell für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Gerade in diesen Bereichen sind wir alle gefordert, uns damit intensiv auseinanderzusetzen.
Den Bewerb in diesem Schuljahr konnte das Theresianum Eisenstadt für sich entscheiden. Den zweiten Platz hat die Naturwissenschaftliche Mittelschule Horitschon gewonnen, und den dritten Platz belegten die Teilnehmerinnen der Mittelschule Neuhaus am Klausenbach.
„Green Future – Mission Zukunft“ im Burgenland
Der RobertaCup stand in diesem Schuljahr unter dem Motto „Green Future – Mission Zukunft“. Er wird vom Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) Neutal in Kooperation mit MonA-Net und der Bildungsdirektion Burgenland durchgeführt und vom Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung des Landes Burgenland finanziert.
Ziel des Projekts ist es, Mädchen frühzeitig für Technik, Informatik und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern sowie bestehende Rollenbilder aufzubrechen. Noch immer entscheiden sich viele Mädchen bei ihrer Ausbildungs- und Berufswahl seltener für technische oder naturwissenschaftliche Fachrichtungen als Burschen. Genau hier setzt das Bildungsprogramm „Roberta – Lernen mit Robotern“ an.
Mithilfe von Robotik und spielerischem Lernen erhalten die Teilnehmerinnen einen praxisnahen Zugang zu Informatik, Mechanik, Elektronik und Programmierung. Gleichzeitig werden Teamfähigkeit, Kreativität, Problemlösungskompetenz und Selbstvertrauen gestärkt.
Die Projektverantwortlichen betonten beim Landesfinale:
„Der RobertaCup zeigt jedes Jahr aufs Neue, welches Potenzial in unseren jungen Mädchen steckt. Wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, Technik selbst auszuprobieren und Erfolgserlebnisse zu sammeln, entstehen Begeisterung, Selbstvertrauen und neue Perspektiven für die Zukunft. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und zur Sicherung dringend benötigter Fachkräfte in technischen Berufen.“
Der Wettbewerb in Zahlen:
- 269 Teilnehmerinnen
- 17 burgenländische Mittelschulen
- 17 Schulausscheidungen
- 3 Regionalausscheidungen
- 1 Landesausscheidung
- Wettbewerbsstart: 10. September 2025 in der Mittelschule Güssing
MINT-Förderung mit nachhaltiger Wirkung
Der RobertaCup ist eine zentrale Initiative der MINT-Region Mittelburgenland. Ziel der MINT-Region ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und die Region als innovativen Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.
Durch praxisnahe Projekte wie den RobertaCup erhalten Schülerinnen wichtige Einblicke in technische Berufe und Zukunftstechnologien. Damit wird nicht nur das Interesse an MINT-Fächern gestärkt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Fachkräftesicherung und Chancengleichheit geleistet.
Der mehrstufige Aufbau des Wettbewerbs:
- Schulausscheidungen: Von September bis Dezember 2025 fanden an 17 burgenländischen Mittelschulen Roberta-Workshops und Schulausscheidungen statt. Die Schülerinnen bauten und programmierten ihre eigenen Roboter und stellten ihr Können bei unterschiedlichen Aufgaben unter Beweis.
- Regionalausscheidungen: Die Siegerteams der einzelnen Schulen qualifizierten sich für die Regionalausscheidungen. Dort traten die besten Teams ihrer Region gegeneinander an und kämpften um den Einzug ins Landesfinale.
- Landesausscheidung: Bei der heutigen Landesausscheidung präsentieren die Finalteams ihre Projekte vor einer Fachjury. Neben den robotischen Aufgaben sind auch Kreativität, Präsentationsfähigkeit und Teamarbeit gefragt. Am Ende des Wettbewerbs wurde das Siegerteam des 9. RobertaCups gekürt.
Über das Burgenländische Schulungszentrum (BUZ)
Das Burgenländische Schulungszentrum (BUZ) Neutal ist seit 2006 offizielles RobertaRegioZentrum des Fraunhofer-Instituts und zählt zu den Pionieren der MINT-Förderung in Österreich. Mit innovativen Bildungsprojekten, Workshops und Wettbewerben unterstützt das BUZ junge Menschen dabei, technische Kompetenzen zu entwickeln und Zukunftschancen zu nutzen.





