Re-Start für Schülerinnen und Schüler in burgenländischen Pflichtschulen

Durch die Öffnung der Schulen ist jetzt ein Stück Alltag für uns alle – Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen und natürlich für die Kinder – zurückgekehrt.

Rund 21.200 Pflichtschülerinnen und -schüler gehen ab heute, Montag, im Burgenland wieder in die Schule. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, wurden vier Gruppen für unterschiedliche Unterrichts- und Betreuungsformen eingerichtet.

Durch Einteilung in Gruppen haben wir ein möglichst kleines Risiko.

Eine Gruppe hat sogenannten Präsenzunterricht, also Unterricht in der auf maximal 13 Kinder beschränkten Klasse. Die zweite Gruppe bleibt am „Hausübungstag“ grundsätzlich zu Hause und erledigt die Hausaufgaben. Jene Kinder, die das nicht zu Hause tun können, machen die Aufgaben in der Schule, aber nicht während des regulären Unterrichtes. An diesen Tagen werden die Kinder nur betreut und sind von der anderen Gruppe getrennt. Zur letzten Gruppe zählen jene Kinder, die weiterhin zu Hause bleiben und von der Schule via E-Learning betreut werden. Der Wechsel von Präsenzunterricht und „Hausübungstag“ erfolgt laut Empfehlung des Landes Burgenland täglich. Montag, Mittwoch, Freitag – Gruppe A, Dienstag und Donnerstag – Gruppe B. In der darauffolgenden Woche wird gewechselt. Die Umstellung ist für die Kinder nach dieser langen Zeit zu Hause nicht einfach. Daher haben wir uns nach intensiven Gesprächen für diese Variante entschieden. Die Kinder können somit am nächsten Tag die Hausübung machen, was auch die Familien entlasten soll. Diese Variante ist für die Schulen aufwändiger, aber für die Kinder besser.

Neun Wochen lang gab es für rund 21.200 Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler im Burgenland Fernunterricht mit E-Learning, unter anderem auf Skooly und LMS. Skooly ist ein Programm, das im Burgenland für die burgenländischen Schulen entwickelt und mittlerweile von anderen Bundesländern übernommen wurde.

Nun findet der Unterricht wieder im Schulgebäude statt, wenn auch unter anderen Bedingungen als vor den Corona bedingten Einschränkungen. Im Burgenland haben wir in den letzten Jahren sehr viel in den digitalen Bereich investiert. Das hat sich zuletzt als sehr nützlich erwiesen. Für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen und natürlich auch Kinder war es eine große Herausforderung, sich auf diesem Gebiet neu zu orientieren.

Ein wichtiger Punkt ist das Thema Sport und Bewegung im Unterricht. Wenngleich diese Einheiten aufgrund der Vorgaben des Bundes aus dem Stundenplan gestrichen wurden, ist dieses Thema für Kinder besonders wichtig.  Es müssen Möglichkeiten gefunden werden, dass sich Kinder gerade nach den Wochen der Isolation miteinander bewegen können.

Maßnahmen für den Aufenthalt in den Schulen von Schulärztin Dr.in Nicole Moritz.

Wichtig ist vor allem, mit den Kindern über das Coronavirus altersadäquat zu sprechen

  • Andrang ist so klein wir möglich zu halten

  • Pausen gestaffelt gestalten

  • vor dem Betreten der Schule Mund-Nasen-Schutz aufsetzen

  • nach dem Eintritt Hände waschen oder desinfizieren

  • Eltern bzw. schulfremde Personen sollen die Schule nicht betreten

  • die Kinder sollen nach dem Eintreffen sofort ihre Klasse aufsuchen, wo sie fix zugeteilte Plätze haben mit entsprechendem Abstand

  • Kinder immer wieder ans Händewaschen erinnern

  • nicht ins Gesicht greifen und die Maske vorne nicht berühren

  • Husten und Niesen nur in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge

Unterricht im Burgenland

Die vier Gruppen werden nun auf unterschiedlichste Art pädagogisch betreut und auch unterrichtet. Es ist wichtig, dass der Unterricht in den Klassen weiter stattfindet und die Kinder auch im Lernen einen Fortschritt machen. Was wir in diesem Jahr im Lernen nicht bewältigen können, werden wir im nächsten Jahr entsprechend aufholen.

Unser besonderer Dank gilt den Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Kindern für deren Einsatz in den vergangenen Wochen.

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